Philippe Meier, der mit seinem unverwechselbaren Gitarrensound der einzig Überlebende der Urformation ist, die im Jahre 2003 gegründet wurde, steht somit als Urgestein und Eckpfeiler der Band. Marco Egger stiess im Jahre 2005 dazu. Als Drum-machine und Djembe-Spieler aus Leidenschaft ist er unverzichtbar durch seinen eigentümlichen Stil. Corsin Fuchs, das neuste Mitglied der Band, war vorher bereits in diversen Bands als Drummer, Sänger & Bassist verpflichtet und wirkt seit 2006 als Sänger und Bassist mit. Inspiriert durch den prägenden Sound der Sechziger & Siebziger schreiben die Musiker eingängige Songs, die man schwer einer Stilrichtung zuordnen kann. Die drei Jungs stellen ihre Wandlungsfähigkeit immer wieder unter Beweis, indem sie verschiedene, auch neu aufkommende Musikstile konstruktiv in ihr Musikkonzept einfließen lassen. Sie zeigen sich dabei sehr experimentierfreudig und beharren nicht auf erprobten „Erfolgsrezepten“. Sie selbst bezeichnen ihren Sound als „Roots-Rock“.
Ihre Musik ist Freude, Herzschmerz, Verzweiflung, Liebe und Furcht, während die Texte mit unbestrittener Ehrlichkeit und Romantik über das Leben herziehen. Dass die Jungs von Backseat Rhythm die Musik ihrer Eltern schon längst mit der Muttermilch eingesogen haben, bestreiten die drei St. Galler nicht. Im Gegenteil. Grössen wie Led Zeppellin, Jimi Hendrix oder Pink Floyd, um nur einige zu nennen, gehören unlängst zur üblichen Ausstattung ihrer CD-Sammlung. Und sind nicht eben die Nachfahren dieser Generation geradezu prädestiniert, solche Musik neu zu interpretieren und musikalisch umzusetzen? Aber ja! Backseat Rhythm sind drei Ostschweizer, zählen zwischen zwanzig und dreissig Jahren. Was Corsin Fuchs (Vocals, Bass), Marco Egger (Drums) und Philippe Meier (Guitar, Vocals) hier abliefern, ist Schweiss, Herzblut, Wut und Hingabe. Allen voran überzeugt der Song “Whisper“ mit seinen beinahe zehn Minuten Hörgenuss, durch seine unzähmbare Gefühlsachterbahn, die sich in Staub und Dreck suhlt, um einem erneut eine Hühnerhaut zu verpassen, nur damit man durch das archaische Getrommel im Mittelteil wieder zu den Wurzeln zurückgeführt wird. Andere Songs wie „Desert Surf“, der die klassische Story eines Treffens mit dem Teufel erzählt, erinnert mit einem guten Arrangement in bester Surf-Manier an einen heissen Ritt durch die Wüste. Radikaler geht es im Song „Sinners & Saints“ zur Sache, wo sich die Jungs mit schnellen Wechseln und gewählten Textphrasen gekonnt über die stetig nachlassende Menschlichkeit beklagen.
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